Mittelspecht (Leiopicus medius)

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Axel
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Mittelspecht (Leiopicus medius)

Beitrag von Axel » Sa 5. Jan 2019, 14:01

Wie jeden Morgen schweift mein Blick über den Hortus. :-D
Dachte noch,ah der Buntspecht ist auch schon unterwegs.Sah aber irgendwie anders aus als sonst. :?

Bei meinen Nachforschungen,auch in einer Vogelgruppe,stellte sich heraus das es sich um einen Mittelspecht handelt. *applaus*
Da ich noch nie einen in live gesehen habe u.er recht selten ist war meine Freude besonders groß.

Der Mittelspecht (Leiopicus medius, Syn.: Dendrocoptes medius, Dendrocopos medius), ist eine in Mitteleuropa relativ seltene Vogelart aus der Familie der Spechte (Picidae). Sie ist in einem vergleichsweise kleinen Gebiet der West- und Südwestpaläarktis verbreitet. Die Art benötigt zur Nahrungssuche Baumkronen mit grobrindigen Ästen und Stammbereichen. In weiten Teilen des Verbreitungsgebietes zeigt der Mittelspecht daher eine Bindung an alte Eichenwälder, wurde aber in den letzten Jahren auch in naturnahen Laubmischwäldern ohne wesentlichen Eichenanteil festgestellt.
Mittelspechte sind Standvögel, die ihre Jungen in selbst gezimmerten Baumhöhlen großziehen. Sie gehören zu den wenigen Buntspechten, bei denen die Färbungsunterschiede der Geschlechter sehr schwach ausgeprägt sind oder häufig völlig fehlen, sodass feldornithologisch eine Geschlechtsbestimmung problematisch sein kann. In ihrem Verbreitungsgebiet sind sie die einzige Art, bei der beide Geschlechter etwa gleich große rote Kopfkappen aufweisen.
L. medius gehört zu den wenigen Vogelarten mit einem Verbreitungsschwerpunkt in Mitteleuropa, etwa 20 % brüten in Deutschland, weshalb Deutschland eine besondere Verantwortung für die Erhaltung dieser Tierart trägt (Verantwortungsart). (TEXT WIKIPEDIA)!

Verwechseln kann man ihn u.a.mit dem Buntspecht.Ihm fehlt allerdings das so.gen.schwarze Zügelband,
welches vom Nacken bis zur Schnabelwurzel reicht.Auch sonst gibt es noch andere Erkennungsmerkmale.

Hier turnt er am stehenden Totholz rum.
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Meisenknödel mit Mehlwürmern schmeckten ihm sichtlich.
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Zum Vergleich hier ein Buntspecht.Da erkennt man gut das schwarze Zügelband,welches bis zur Schnabelwurzel reicht.
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*hortus*
Auf Veränderung zu hoffen,ohne selbst etwas dafür zu tun,ist wie am Bahnhof zu stehen und auf ein Schiff zu warten!

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Re: Mittelspecht (Leiopicus medius)

Beitrag von Simbienchen » So 6. Jan 2019, 06:40

Das ist ja interessant !! Dieser kleine Unterschied in der Bestimmung wäre mir gar nicht aufgefallen ! Lieben Dank für die Aufklärung *knuddel*

Ich muss das mal beobachten, wenn die Spechte wieder in unseren Hortus kommen. Bisher habe ich sie noch nicht wiedergesehen, im letzten Winter kamen sie regelmäßig an meine Futterstationen und sie saßen oft an der Rinde meiner Kiefer, aber ich vermute eher, dass es Buntspechte waren ....Ich warte schon sehnsüchtig auf sie, ich hoffe sie kommen wieder...
Liebe Grüße aus dem Hortus roboris animi et pax *wink*

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Re: Mittelspecht (Leiopicus medius)

Beitrag von Meikl » So 6. Jan 2019, 21:42

Ich wusste früher auch nicht dass es Mittelspechte gibt. Leider entpuppte sich mein Mittelspecht dann doch als junger Buntspecht. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf.
Liebe Grüße Meikl
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Re: Mittelspecht (Leiopicus medius)

Beitrag von tree12 » Mo 7. Jan 2019, 11:56

Bei mir überwintern seit drei Jahren immer zwei Mittelspechte in zwei Starennistkästen im Garten. Ich freue mich immer total. Von November bis März sind sie da, dann kehren sie in den Bruchwald zur Jungenaufzucht zurück. Auch tagsüber pausieren sie manchmal in ihren Kästen. An den Fettblock, das Erdnußbutterglas, den Erdnußbruch oder die Ganzjahresknödel hängen sie sich gerne dran. Sie gehen ziemlich früh schlafen, da sind die Buntspechte, von denen ich derzeit vier Stück öfter im Garten habe, noch munter und suchen die Futterstellen fürs Abendbrot auf.

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