Beerensträucher als Pufferzone?

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rolligarten
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Re: Beerensträucher als Pufferzone?

Beitrag von rolligarten » So 23. Jul 2017, 11:48

Der Entschluss steht - Beerensträucher als Pufferzone wird umgesetzt

Die Gartenplanung für einen Rollstuhlgerechten ökologischen Garten haben sich bei mir gefestigt, noch mehr seit ich gestern eine Begehung mit Willi, der einen Ökogarten betreibt durch meinen neuen Garten gemacht habe. So ein fachlicher persönlicher Austausch tut gut, regt neue Gedankengänge an und festigt schon vorhandene. Das Grundprinzip Pufferzone wird jetzt tatsächlich auf das Anpflanzen von Beerensträuchern an den Zaunrändern als Hecke umgesetzt. Diese Zaunränder sind bisher alle noch frei. Da ich mir aber rund 50 Beeren-Stöcke, wenn die überhaupt reichen, nicht finanziell leisten kann, werde ich mit geschenkten und Stecklingen arbeiten. Dazu werde ich mal wieder Anzeigen in ebay-Kleinanzeigen aufgeben, in der Kleingartenanlage nach Stecklingen fragen und auch in einer eben aufgegebenen Kleingartenanlage nachharken.

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Annika
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Re: Beerensträucher als Pufferzone?

Beitrag von Annika » So 23. Jul 2017, 15:28

*hurra* Also hat alles geklappt mit dem Garten. Da freu ich mich aber sehr für dich.

Super, das du da gleich mit fachkundiger Beratung an die Planung gegangen bist. Das war bestimmt sehr inspirierend.

50 Stück!! Wow! :o Da hast du ja jede Menge Platz für die verschiedensten Sorten. Echt super. Wenn ich bei uns 7-10 Sträucher unterkriege, bin ich gut. ;-)

Die Idee mit der Kleingartenanlage ist gut. Wir mussten unsere auch aufgeben, da sie einer Autobahn weichen musste und ich war damals sehr froh, dass einige Menschen kamen und lieb gewonnene Pflanzen gerettet haben. Nicht so schön war es, dass auch einige gab, die einfach in den Garten kamen und sich ungefragt bedienten. "Wird doch eh geräumt." "Ja, ist aber noch nicht geräumt und NOCH unser Garten!" Egal, das weicht vom Thema ab...

Wünsch dir viel Spaß bei der Auswahl der Beerensträucher. Als kleiner Tipp: Schau dir wirklich mal die verschiedenen Sorten an. Wenn du clever wählst, kannst du bestimmt dafür sorgen, dass nicht alle 50 Sträucher zur gleichen Zeit reif sind. Jetzt mal ganz naives Beispiel: Die roten Johannisbeeren waren im Garten als erstes Reif, dann kamen die Stachelbeeren, dann die Heidelbeeren. Ich denke aber, dass es bestimmt auch innerhalb der Johannisbeersorten (als Beispiel) verschiedene Erntezeitpunkt bei den Sorten gibt.

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Re: Beerensträucher als Pufferzone?

Beitrag von rolligarten » So 23. Jul 2017, 18:23

Hallo Anika. Ich werde auf jeden Fall nachfragen wegen Pflanzen aus der Kleingartenauflösung! Dies gehört sich einfach. Es kann sogar sein, dass für 80 Beerenpflanzen Platz ist - dies beträfe weitestgehend die Zaunbereiche. Ja, es ist gut wenn man jemanden zur Seite hat mit dem man sich abstimmen kann und auch mal mit Anpackt. Willi will mir die zwei Tannebäume und 2 abgestorbene Tuyas föllen. Das Stamm und stärkere Astmaterial will ich für die Umrandung eines Hochbeetes nutzen. In der Art wie man Holz zum trocknen stapelt. Ca 50 - 50 cm hoch und darein dann ein Hügelbeet.

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Re: Beerensträucher als Pufferzone?

Beitrag von rolligarten » Mo 24. Jul 2017, 11:26

kann mir mal bitte jemand erklären, wie ich hier einfach Fotos von meinem Rechner direkt hochladen kann - würde gerne mal bildlich aufzeigen um was es geht

CHX
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Re: Beerensträucher als Pufferzone?

Beitrag von CHX » Mo 24. Jul 2017, 13:28

Hier wirst du fündig.
Wenn ich groß bin, werde ich eine richtige Signatur.

Annette
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Re: Beerensträucher als Pufferzone?

Beitrag von Annette » Do 2. Nov 2017, 18:19

hast Du inzwischen schon die Stecklinge zusammenbekommen? Wenn Du noch eine "weiße" (eher champagnerfarbene) Johannisbeere suchst, könnte ich Dir im Frühjahr 2-5 Stecklinge schicken, falls sie den Winter überleben.

Viele Grüße, Annette

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Re: Beerensträucher als Pufferzone?

Beitrag von maleficum » So 5. Nov 2017, 04:37

Annika hat geschrieben:
.. auch innerhalb der Johannisbeersorten (als Beispiel) verschiedene Erntezeitpunkt bei den Sorten gibt.
Gibt es, früh, mittel und spät
manche neigen zum verrieseln, sind aber prima Bienenfutter *ja*
Bild

BirgitG
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Re: Beerensträucher als Pufferzone?

Beitrag von BirgitG » Do 9. Nov 2017, 16:43

Beerensträucher ist sicher toll-( bei mir immer voller Hummeln ) wir haben direkt neben uns leider nur Heu Wiese und Acker und somit erste Ertragszone für alle Tiere.
Diese Jahr habe ich noch nicht mal ein Johannisbeere abbekommen. Also muss man wohl, wenn man ernten möchte leider was schützen.
Ich habe auch was als Stamm- Hochstamm gekauft - kann man als Stecklinge auch selber ziehen( ist eventuell für Rollifahrer auch gut ) - z.B. Josta Beeren . Beerensträucher bekommt man oft auf Tauschbörsen - sind dann nicht so teuer und meinst Jung oder aus Stecklinge und die könnte man sich ziehen- festbinden wie man es braucht.
Vielleicht unten drunter Walderdbeeren - Pflegeleicht und breiten sich aus wie Hulle :-)- meine ersten sind auch von einer Tauschbörse.
Aronia - lecker - pflegeleicht und schön, tolle Blüten tolle Farbe im Herbst und tolles Obst für Gelee oder Likör ( wenn ich was abbekomme ) und bei mir noch nicht so hoch und ich glaube kann man auch gut schneiden

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Re: Beerensträucher als Pufferzone?

Beitrag von GmiasObstTierla » Sa 3. Feb 2018, 11:53

Zwischen meinem Gemüsegarten und dem Streuobstwiesenbereich habe ich als Abgrenzung waagrecht gezogene Schnurbäume als Heckenersatz. Da kann man die Höhe nach Wunsch gestalten und kommt als Rollifahrer gut hin. Bei mir sind das drei waagrechte "Schnüre" übereinander auf 30/60/90 cm Höhe. Ich hab leider keine brauchbaren Bilder, aber in dem Video wird das einreihig gut erklärt: https://www.youtube.com/watch?v=118dfD8PwOs

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Re: Beerensträucher als Pufferzone?

Beitrag von simone ohne » Di 6. Mär 2018, 17:19

... nun weiß ich nicht, ob diese Diskussion noch von weiterem Interesse ist??

ich habe ähnliche Pläne und Erfahrungen... und schreibe mal was zu einigen Pflanzen, die finde ich gut in eine Hecke passen und an die man nicht immer unbedingt als erstes denkt. Ich finde da als Ergänzung zu "Pufferzone" auch den alten Begriff des "Hag" gut: Eine Einhegung, die gleichzeitig Schutz und auch schon erste Erntezone sein kann.

Hasel: Sehr wichtig für frühe Pollensammler (z.B. Bienen). Alte Zauberpflanze, da in der Natur in erster Linie stecklingsvermehrt haben wir es teils mit uralten Pflanzen zu tun. Die Nüsse gehen meistens an die Tiere, wenn man nicht sehr schnell ist. Statt die Klone aus dem Gartencenter kann man sich sehr günstig einfach jetzt ein paar Ruten (von verschiedenen Orten) schneiden, in Wasser stellen bis sie wurzeln, dann einpflanzen. Die Ruten eignen sich nicht nur als Zauberstäbe, sondern auch zum flechten.

Kornelkirsche: Sehr schöne Blüte, Insektenweide, die Früchte lassen sich salzig als "Oliven" einlegen oder zu guter wunderbar roter Marmelade einkochen

Aronia: Schöne Blüte, gute Insektenweide, je nach Art sehr leckere und ergiebige extrem vitaminhaltige Früchte, über die sich Menschen und Vögel freuen. Wächst schnell und gut heran.

Felsenbirne: Schöne Blüte, Insektenweide, je nach Art sehr leckere Früchte für Menschen und Vögel. Ich mag das Laub sehr, wunderbare Herbstfärbung. Wird gute 4-6m hoch, wenn man ihn läßt.

Apfelrose: Sehr schöne Blüten, Insektenweide, Bienen lieben sie. Ergibt sehr ergiebige Hagebutten. Allerdings fiese Dornen und geht gern recht in die Breite, man muss also eigentlich jedes Jahr einen Begrenzungsschnitt machen. Als Hagebutten- und Bienenliebhaberin geht das für mich aber klar.

Holunder: Alte Schutzpflanze, die an keinem Haus fehlen durfte (zuständig für Wiedergeburt, Haussegen, Schutz vor Feuer), zumeist im Norden des Hauses gepflanzt. Die Blüten sind für viele Insekten nicht so gut zugänglich, dafür schmecken sie gut, geben guten Tee.... gute Beeren im Herbst, Mu Erreicht Pilze an älteren Exemplaren im Winter... alles in allem eigentlich ein Muß.

Johannisbeere: Ich mag da ja die schwarze (=Cassis) besonders gern.... die wächst auch besonders gut. Und mit dem Sirup kann man im Sommer sowieso viel anfangen, mit Champagner wird sogar Kir Royal daraus...

Viele Grüße! Simone

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