Totholzhecke bepflanzen

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Simbienchen
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Re: Totholzhecke bepflanzen

Beitrag von Simbienchen » Mi 10. Okt 2018, 06:32

Ich dachte, dass es verrotten soll unter der Totholzhecke ist der Sinn darin ? :? Denn im verottetemTotholz legen viele Käfer ihre Eier ab und dann entwickeln sich die Käferlarven darin (z. B. jahrelang die Hirschkäferlarven im Eichenholz, siehe Entwicklung) . Die Käfer leben meist nur wenige Wochen und sterben dann, aber der Entwicklungszyklus in pilzbefallenem mürbem Totholz dauert viele Jahre. Darum ist es nicht sinnvoll die Grube unter einer Totholzhecke auszuräumen, im Gegenteil....Ich denke die Blätter und das pflanzliche Material in der Grube sollen die Verrottung wahrscheinlich anregen, damit sich schneller Pilze ansiedeln.
Liebe Grüße aus dem Hortus roboris animi et pax *wink*

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Re: Totholzhecke bepflanzen

Beitrag von Annika » Mi 10. Okt 2018, 07:57

Ja SImbienchen, so sehe ich das auch. Die Verrottung ist Sinn und Zweck. In der Natur bleibt auch keine Lebensraum auf lange Sicht so wie er ist. Natur ist Veränderung. Und wenn der eine mit dem Lebensraum nichts mehr anfangen kann, dann kommt der nächste.



Was wäre eigentlich mit der gewöhnlichen Waldrebe (Clematis vitalba) als Bepflanzung einer Totholzhecke? Hat jemand die Waldrebe im Garten? Ist sie händelbar?

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Re: Totholzhecke bepflanzen

Beitrag von Tillivilla » Mi 10. Okt 2018, 08:47

Nanu, wo sind denn meine beiden Antworten hin?
Na gut, dann nochmal:

Also so macht das mit dem Totholz schon Sinn. Ich dachte, es geht auch um die Hohlräume, die erhalten bleiben sollen.
Dann werde ich auf jeden Fall auch buddeln! *ja*

Und zu Clematis vitalba: mir gefällt die außerordentlich gut, aber da sie wohl wirklich zu den extremen Wucherern gehört, habe ich den Plan für unseren kleinen Garten erst mal auf Eis gelegt. Immerhin kann ich mich damit trösten, sie hier in der Umgebung sowieso sehr häufig ist.
Aber auf einer Totholzhecke mit den entsprechenden Ausmaßen stelle ich sie mir toll vor! :-)
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Re: Totholzhecke bepflanzen

Beitrag von Simbienchen » Mi 10. Okt 2018, 09:00

Glühwürmchen brauchen ebenfalls solche Verstecke für ihren langen Entwicklungszyklus, der 3 Jahre lang dauert. Totholz und Blatthaufen, die verrotten dürfen und nicht weggeräumt werden.
Liebe Grüße aus dem Hortus roboris animi et pax *wink*

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Re: Totholzhecke bepflanzen

Beitrag von Simbienchen » Mi 10. Okt 2018, 10:25

Die Hohlräume schaffen sich die Insekten selbst *ja* , dafür sind sie extra mit starkem Beisswerkzeug und starken Beinen (zum Buddeln) ausgerüstet. Um so einen "Keller" unter einer Totholzhecke oder Totholzhaufen auszufüllen, kann man sich auch umsonst in Sägewerken die abgeschälten Rinden/den "Rindenmulch" abholen. Das ist für die meist Abfall. So habe ich das gemacht und habe mir für meine Totholzvorhaben einen großen Sack davon mitgenommen, als ich die Pfosten für meine Totholzhecke gekauft hatte.
Die abgeschälten Rinden packe ich auch in den Käferkeller, weil ich noch nicht so viel Blätterlaub habe.
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Re: Totholzhecke bepflanzen

Beitrag von Tillivilla » Mi 10. Okt 2018, 14:07

Ok, ich verstehe immer besser... danke für die Erklärungen und Tipps!!
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Re: Totholzhecke bepflanzen

Beitrag von Jonas » Mi 10. Okt 2018, 18:22

Bei einem frei liegenden Käferkeller kann man ja alle paar Jahre mal ausräumen und neu befüllen, aber unter Totholzhaufen/-hecke!?
Oder stelle ich mir da irgendwas falsch vor?
Wenn da ab und an etwas oben drauf fällt, sollte eigentlich trotzdem immer genug Platz für kleine Tiere sein. Für Käfer sowieso, aber auch für andeeres Kleingetier bleibt das zugänglich, zur Not müssen sie ein bischen graben. Du kannst ja alle paar Wochen mal vorsichtig rein schauen.

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Re: Totholzhecke bepflanzen

Beitrag von Simbienchen » Di 16. Okt 2018, 16:46

Hat schon mal jemand von euch die Inka- Gurke ausprobiert ? Die soll auch kräftig ranken, ob man die auch an die Totholzhecke pflanzen kann ?
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Cyclanthera_pedata

Meine Totholzhecke geht an der Ertragszone vorbei....würde ja passen *ja*
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Re: Totholzhecke bepflanzen

Beitrag von Ommertalhof » So 2. Dez 2018, 10:23

Hallo zusammen , ich bin ganz neu hier und direkt über das Thema Totholzhecke gestolpert . Wir haben ziemlich viel Totholz im Garten , meist in Form von grossen Gehölzhaufen . Bepflanzt werden die , wenn überhaupt mit Lonicera periclymenum oder Efeu . Das heimische Geissblatt wurde schon erwähnt und ist mE. die beste Wahl für einen schattigen Standort . Es ist super für Nachtfalter und blüht auch im Spätsommer wenn sonst nichts mehr zu holen ist .Ansonsten ist natürlich Efeu interessant , allerdings hier nur die Altersform , denn Efeu blüht leider erst nach ca. 10 Jahren und dann auch nur in den oberen Regionen . Man kann aber die bewurzelte Altersform kaufen und hat sofort einen Blüherfolg im Herbst .Für vollsonnige Standorte eignet sich die oft erwähnte , mittlerweile sehr seltene Zaunrübe und in warmen Gegenden die heimische , auch sehr seltene Aristolochia clematites .
Die ist übrigens die Futterpflanze der Raupen des Osterluzeifalters .
Das Ausheben eines "Käferkellers" halte ich für viel Arbeit die man sich sparen kann . Sinnvoller wäre es Steine oder Bauschutt in die Totholzhecke zu integrieren . Besonders an sonniger Stelle , mit abgestorbenen Stämmen durchsetzt ist das der Lebensraum für Eidechsen .
DSCN0564.JPG
Grüsse vom Ommertalhof

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Re: Totholzhecke bepflanzen

Beitrag von Annika » Mo 3. Dez 2018, 09:31

Sehr interessante Details @Ommertalhof !

Finde den Käferkeller nur nicht überflüssig, aber auch kein Muss. Totholz, was einen halben Meter tief im Boden integriert ist, bietet gute Verstecke für die Käfer im Winter. Wer so einen Keller anlegen möchte und vielleicht wenig Platz zur Verfügung hat, kann das ganz gut unter der Totholzecke integrieren.

Wie ist der "alte Efeu" denn im Handel gängiger Weise benannt, bzw. welcher Zusatz steht dabei?

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