Rosskastanienminiermotte (Cameraria ohridella)

Schmetterlinge und ihre Futterpflanzen *schmetterling*

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Brunnladesch
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Rosskastanienminiermotte (Cameraria ohridella)

Beitrag von Brunnladesch » Mi 12. Jul 2017, 21:12

Dieser Kleinschmetterling (ohne Kommastellen circa 2-3 mm lang, 6-7 mm Flügelspannweite) fällt eigentlich nur durch das Schadbild wirklich auf. Es sind winzig kleine Motten, die um Rosskastanien herumschwirren und mit dem bloßen Auge schwer zu erkennen sind. Darüber hinaus auch echt schwer zu fotografieren, aber es gelang mir tatsächlich kürzlich und das sogar mit meinem Smartphone, als sich einer von ihnen doch tatsächlich mal hinsetzte.

Das Schadbild der Larven sieht man auf dem Foto dann gleich auch noch ganz gut.

Bild

Ich wusste früher nicht, dass es dieses Tier gibt und dachte anfangs, meine Kastanien seien krank, weil ich eben nicht wusste, woher diese braunen Blätter kamen. Meine eine Kastanie wurde ja radikal gestutzt und hat deswegen aktuell einen sehr interessanten Wuchs (wird aber jetzt dann im Herbst endgültig entfernt), die andere hat, weil sie direkt in der Hecke steht, im unteren Drittel einen massiven Befall und sehr viele braune Blätter.

Die Ursache lässt sich leicht erklären. Will man möglichst wenig Motten an den Bäumen haben, muss man im Herbst möglichst viel Laub entfernen und das am besten aus dem Garten. Das ging unter der freistehenden Kastanie mitten im Garten noch ganz gut, die in der Hecke steht aber hinterm Zaun zwischen anderen Bäumen und da bleibt zwangsläufig einiges an Laub liegen. Vor allem an der Böschung zum Bach hinunter.

Die Motte überlebt aber in Form von verpuppten Larven im Laub den Winter und schon hat man im nächsten Jahr natürlich einige Motten, die Eier legen uas denen dann Larven schlüpfen, die an den Blättern saugen und dadurch immer größer werdende braune Stellen verursachen. Kurz: Der Baum wird einfach vorzeitig braun.

(Ich mach morgen gerne mal ein Bild von der stärker betroffenen Kastanie).

Außer Laub entfernen kann man eigentlich nichts machen.

Positiv sei angemerkt, dass der Baum zwar dadurch schneller braun wird und natürlich weniger Photosynthese betreibt und geschwächt wird und wohl auch nicht ganz so gut wächst wie er wachsen könnte, wenn er nicht befallen wäre, aber es gibt keine Berichte darüber, dass ein Baum wegen dieser Motten wirklich ernsthaften Schaden erlitten und kaputt gegangen wäre.

Bei Wikipedia steht einiges über die Rosskastanienminiermotte, aber ich verlinke den Artikel hier einfach nur, weil ich nicht einfach dreist rauszitieren möchte.
Natascha K.

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