Naturmodul Totholz

Hier könnt ihr alle Fragen stellen und Ideen zeigen, die Naturmodule wie z.B. Pyramiden, Totholzhaufen, Trockenmauern etc. zum Thema haben.
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Naturmodul Totholz

Beitrag von Brunnladesch » Mi 7. Jun 2017, 09:28

Totholz bietet Lebensraum...
...für Mikroorganismen
...Käfer(larven)
...Kellerasseln
...Tausendfüßler
...Schnecken
...Wildbienen
...und so viele mehr

Angefangen hat es bei uns mit drei Klötzen vom Stamm der alten Hemlocktanne meiner Eltern, die vor Jahren wegkam, weil sie zu groß wurde. Ich hab sie eingeladen und vor den Zaun gestellt, den wir kurz davor errichtet hatten. Dann haben wir noch zwei halbrunde Stammteile einer Fichte davor gelegt und etwas abgeplatzte Rinde drum herum.

Als wir die Kastanie "verstümmelt" haben, warfen wir das ganze Geäst über den Zaun, weil an der Stelle Platz war. Die liegen jetzt alle miteinander unter/an der Hecke zum Bach hin.
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Ausgesetzt habe ich dort auch die Gehäuseschnecken, die Gisa (maleficum) mir geschickt hatte. Die wuseln auf dem Areal auch definitiv noch herum.
gehäuseschneckeimtotholz.jpg
gehäuseschneckeimtotholz.jpg (154.64 KiB) 565 mal betrachtet
Meine Schnegel habe ich heute mal hinter den Zaun gesetzt, als ich sie gefunden habe, weil ich nicht wollte, dass ihnen was passiert, falls doch noch etwas gemäht wird (inzwischen hat es noch mal geregnet, also wohl eher nicht).
schnegel2.jpg
schnegel2.jpg (151.07 KiB) 565 mal betrachtet
Ein Bild aus dem Frühjahr (jetzt sind da zu viele Brennnesseln, um es gut zu sehen), als wir im März ein Stück alte Zwetschge abgelegt haben. Der Baum wurde schon vor ein paar Jahren gefällt, weil alt und morsch, und ich wollte, dass dieses Stück nicht Brennholz wird, sondern eben genau dort hingelegt wird, wo es jetzt liegt. Das Insektenhotel ist gleich ums Eck. Teile des selben Baumes wurden ja dort auch verarbeitet.
altezwetschge.jpg
altezwetschge.jpg (154.39 KiB) 565 mal betrachtet
Und hinter der Scheune haben wir dann noch einen großen Stapel Fichtenholz, der im Februar/März den Wald verlassen musste. Borkenkäfer und Trockenheitsschäden machten vor Ort ein Handeln nötig. Bis zum Herbst bleibt es jetzt erstmal so liegen. In dieser Umgebung fühlen sich natürlich vor allem Brennnesseln, Schöllkraut, Knoblauchrauke und Co wohl, weshalb hier wohl vor allem die "Düngewirkung" zum Wohle von Raupenfutterpflanzen im Fordergrund steht. Wir können nicht alles Holz verrotten lassen. :)
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Re: Naturmodul Totholz

Beitrag von CHX » Mi 12. Jul 2017, 15:25

Guter Lesestoff bezüglich Totholz:

Lebensraum Totholz
Wenn ich groß bin, werde ich eine richtige Signatur.

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Re: Naturmodul Totholz

Beitrag von Brunnladesch » Sa 31. Mär 2018, 16:50

Bilder wieder neu angehängt.
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Re: Naturmodul Totholz

Beitrag von maleficum » Sa 31. Mär 2018, 16:55

Immer noch Holz hinter (vor) der Hüttn?
Körbchengröße XXXXXXXXXXXXXXXXXL?
Bild

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Re: Naturmodul Totholz

Beitrag von Simbienchen » Sa 31. Mär 2018, 17:16

maleficum hat geschrieben:Immer noch Holz hinter (vor) der Hüttn?
Körbchengröße XXXXXXXXXXXXXXXXXL?
Hihi.... ;)
Liebe Grüße aus dem Hortus roboris animi et pax *wink*

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Re: Naturmodul Totholz

Beitrag von Simbienchen » Sa 31. Mär 2018, 17:22

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In meiner kleinen Totholzecke ist auch immer ganz viel Gewusel! Die Vögel sitzen ganz oft dort und suchen nach Futter :o
Tja, so ist das eben, wo viele Insekten, da auch viele Vögel. ...

Ebenso wächst in der Ecke auch einiges an Moos, was auch zum Nestbau von den Vögeln gesammelt wird.
Liebe Grüße aus dem Hortus roboris animi et pax *wink*

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Re: Naturmodul Totholz

Beitrag von Brunnladesch » So 15. Apr 2018, 08:20

Totholz
Totes Holz ist nicht leblos, wie es auf den ersten Blick scheint, sondern stellt einen eigenen faszinierenden Lebenskosmos dar. Abgestorbene dicke Äste, Wurzelstöcke, vermodernde Baumstämme usw. bieten Verstecke, Nistmöglichkeiten und Nahrung. Eine Vielzahl von Käferlarven knabbern oft jahrelang im Mulm bis die Entwicklung nach der Verpuppung zum Vollkerf abgeschlossen ist. In den Käferbohrlöchern nisten Wildbienen. Pilze zersetzen das Holz und gewinnen dabei ihre Lebensenergie um die unterschiedlichen Fruchtkörper zu bilden. Totholz kann Feuchtigkeit in Bodennähe lange speichern und so kleine Feuchteinseln in sonst schnell abtrocknender Umgebung schaffen. Oft sind tote Äste, genau wie Steine von Flechten überzogen. Totholz kann in der Sonne liegen und sehr schnell abtrocknen, aber auch moosüberwachsen im tiefsten Schatten sein. Die Form und Struktur ist sehr ansprechend und mit ein wenig Kreativität lassen sich sogar richtige Kunstwerke mit Totholz erschaffen, die nie künstlich wirken. (...)
Zitat aus "Drei Zonen Garten" von Markus Gastl, Seite 111, Kapitel Die Verzahnung der Zonen

Gestalterisch sind auch dünnere Äste und Rinden nicht zu verachten. Ich habe unter den Rinden der Fichten, die mein Vater wegen Trockenschäden und Borkenkäfern aus seinem Wirtschaftswald geholt hat, inzwischen schon Asseln gefunden. Teilweise nutze ich diese Rinden, die zum Verbrennen ohnehin eher ungeeignet sind, als Dekoration, Feuchtigkeitsspeicher und ja, irgendwie auch als Totholz. "Think big" ist nicht immer unbedingt das beste, aber bei Totholzstämmen nicht unbedingt verkehrt. Dennoch kann man auch kleinere Elemente durchaus würdigen.
Viele Tiere und Pflanzen, die auf Totholz angewiesen sind, stehen auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten. Diese Arten sind in ihrer Lebensweise hochgradig auf bestimmte Zerfalls- und Zersetzungsphasen von Holz angewiesen. Pilze, Flechten, Moose, Farne und viele Insektenarten, wie etwa Ameisen, Hautflügler und Schmetterlinge finden hier ihre Habitatnische. Der überwiegende Teil unserer 1000 Wespen- und Bienenarten ist auf Alt- und Totholz angewiesen.
aus Wikipedia.

Wespen und Hornissen benötigen morsches, trockenes Holz zum Bau ihrer papierartigen Nester. Deswegen kann man auch gern mal was kleines, vergängliches in die Sonne legen. Ich habe zum Beispiel einen alten, sehr trockenen Ast, von dem sich die Rinde blättert, in meinen Topfgarten befördert. Gestern als Dekoration dann auch Rinde von den Fichten. In manchen Töpfen stecken kleine, vertrocknete Äste meines alten Apfelbaumes, der bis zum bitteren Ende im Garten stehen bleiben wird.

Bienenfreundlich und insektenfreundlich ist nämlich nicht unbedingt immer das gleiche und wenn ich möchte, dass das Netz möglichst stabil bleibt, muss ich auch an die denken, die weniger beliebt sind, aber durchaus in einem intakten Lebenskreislauf ihren Platz einnehmen. (Ich hab bei mir im Garten übrigens noch nie Probleme mit Wespen gehabt, aber das ist ein anderes Thema)
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topfgärtnereck14aprilklein.jpg
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Re: Naturmodul Totholz

Beitrag von Sandra » Mo 23. Apr 2018, 19:04

Totholz ist so spannend!

Unsere alte Sandkiste ist für den Hund wieder schick gemacht worden.
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image.jpg (412.17 KiB) 469 mal betrachtet
Ich finde Holz im Garten nicht nur nützlich sondern wirklich schön.
LG Sandra

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Re: Naturmodul Totholz

Beitrag von Yorela » Mo 23. Apr 2018, 19:50

Wie machst du das, dass der Sand oben bleibt und auch der Hund nicht runterfällt ??? :lol: *und-weg*
Liebe Grüße aus dem Hortus aequilibrium

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Re: Naturmodul Totholz

Beitrag von Simbienchen » Mo 23. Apr 2018, 20:09

Yorela hat geschrieben:Wie machst du das, dass der Sand oben bleibt und auch der Hund nicht runterfällt ??? :lol: *und-weg*
Kicher... :lol: ;-)

Hier mal meine neuen Totholzmodule im Steinbeet

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Liebe Grüße aus dem Hortus roboris animi et pax *wink*

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