Sind Gabionen auch Naturmodule?

Hier könnt ihr alle Fragen stellen und Ideen zeigen, die Naturmodule wie z.B. Pyramiden, Totholzhaufen, Trockenmauern etc. zum Thema haben.
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Sind Gabionen auch Naturmodule?

Beitrag von Simbienchen » Mo 2. Apr 2018, 17:59

Steingabionen sind immer noch voll im Trend ! Würdet ihr sagen, dass auch sie sinnvolle Naturmodule sind oder eher nicht?
Mich würden eure Meinungen interessieren und ob ihr schon welche in eurem Hortus habt ! Gerne auch Fotos dazu *ja*
Liebe Grüße aus dem Hortus roboris animi et pax *wink*

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Re: Sind Gabionen auch Naturmodule?

Beitrag von Laurin » Mo 2. Apr 2018, 19:09

Für mich sind es enkrechte Schottergärten, aus denen jedes Blatt entfernt wird, das zwischen die Steine fällt.
Natürlich gibt es Schotterzonen wie die Driften in den Alpen, auf die es ein spezielles Biotop gibt, für Pflanzen wie für Tiere. Daher wird man auch für die Gabionen auch positives finden, so wie Koniferen in den Gärten, ja sogar bei exotischen Koniferen den Thujen. Aber man soll nicht glauben, dadurch im Garten etwa eine alpine Drift , eine Schotterbank in einem Fluss oder einen Bergsturzkegel nacahmen zu können, genauso wie eine Fichte keinen Fichtenwald bilden kann. Bei den Thujen weiß ich nicht aus welchem Biotop die kommen. Ich wörde sie nicht einmal als Friedhofspflanzen verwenden.

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Re: Sind Gabionen auch Naturmodule?

Beitrag von maleficum » Mo 2. Apr 2018, 19:11

https://www.naturgartenplaner.de/aktuel ... -gabionen/

Das ist die Geschichte von begrünten Gabionen von Reinhard Witt. Gerne zum Nachlesen :)
Laurin hat geschrieben:Bei den Thujen weiß ich nicht aus welchem Biotop die kommen.
Glaub, sind Amerikaner oder Asiaten
jedenfalls keine Europäer
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Re: Sind Gabionen auch Naturmodule?

Beitrag von Laurin » Mo 2. Apr 2018, 19:29

Ja, man kann alles begründen, auch eine Betonwand kann begünt werden. Habe sogar schon Thujenhecken von Efeu überwachsen gesehen.

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Re: Sind Gabionen auch Naturmodule?

Beitrag von maleficum » Mo 2. Apr 2018, 19:33

Laurin hat geschrieben:Ja, man kann alles begründen, auch eine Betonwand kann begünt werden. Habe sogar schon Thujenhecken von Efeu überwachsen gesehen.
haben dann mehr-Wert :) also die Thujen
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Re: Sind Gabionen auch Naturmodule?

Beitrag von Simbienchen » Mo 2. Apr 2018, 20:01

Das Thema "Thujen" bitte im anderen Thread weiter diskutieren ;-)
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Re: Sind Gabionen auch Naturmodule?

Beitrag von Brunnladesch » Fr 6. Apr 2018, 11:12

Gabione gibt's hier nicht, aber "eingesperrte Steine", weil wir dieses Baustahlgitter hier noch rumfliegen hatten (bisschen was habe ich noch und eine vage Idee dafür auch) und wir haben das dann so gelöst.

Das Ergebnis ist natürlich deutlich anders, weil die Maschen bei weitem nicht so eng sind und ich finde, es sieht auch so gar nicht mehr nach Gabione aus, seit es so aussieht wie es jetzt aussieht und wenn es weiter so wächst wie es wächst... ich denke, die Bilder sprechen für sich.

Wir haben moosbewachsene Feldsteine (Sandsteine) von einem Haufen hinter der Scheune mit Katzenköpfen, die hier auch noch so rumlagen, reingeschlichtet. Um genau zu sein, hat mein Lebensgefährte das in einem Anflug von Enthusiasmus gemacht. Ich hab's dann irgendwie noch mit Sempervivum bestückt, bis es dann endlich mal gehalten hat. Das wird mit der Zeit denk ich noch deutlich ansehnlicher.

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Blogbeitrag Verzahnung der Naturmodule

Das Problem der klassischen Gabione ist, dass die Steine alle gleich groß und gleichförmig sind und da überhaupt nix wachsen kann und will und es meistens aussieht wie so ein toter, hässlicher...

Ich habe aber auch schon mit Tonröhren etc unregelmäßig gefüllte Gabionen gesehen, die möglicherweise einigen Lebewesen etwas anbieten könnten, aber das ist trotzdem nicht zu vergleichen mit einer Trockenmauer, finde ich. Zumal diese Gabionenzäune übrigens echt unverschämt teuer sind.
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Re: Sind Gabionen auch Naturmodule?

Beitrag von Simbienchen » Fr 6. Apr 2018, 12:54

Ich muss sagen, den Beitrag von Reinhard Witt über die Gabione und die Möglichkeiten, sie sogar einzusäen und bewachsen zu lassen, finde ich ist doch eine tolle Alternative! Warum sollte das nicht auch mit Gabionen klappen, die mit Natursteinen gefüllt sind? Da bilden sich doch beim Reinschütten genügend Zwischenräume, wo sich etwas neu ansiedeln könnte.

Natascha, deine kleine "Gabione" sieht doch auch schon recht lebendig aus. Da ist ja schon neuer Lebensraum entstanden!

Worin genau besteht denn da der Unterschied zwischen Gabione und Trockenmauer für die Insekten- und Pflanzenbesiedlung. Was genau sind die Vorteile einer Trockenmauer gegenüber einer Gabione?
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Re: Sind Gabionen auch Naturmodule?

Beitrag von Brunnladesch » Fr 6. Apr 2018, 13:58

In einer Gabione liegen die Steine und verdichten sich.
Eine Trockenmauer ist gestapelt und hat ganz andere Hohlräume.
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Re: Sind Gabionen auch Naturmodule?

Beitrag von Annika » Fr 6. Apr 2018, 20:18

Habe aus der FB-Gruppe mal zwei Bildbeispiele (mit Erlaubnis)

Einmal von Dani La. Sie schreibt, dass die Gabione zur Stabilisierung einer alten Mauer da steht und mit Tonscherben gefüllt wurde. Die Pflanzen in der Gabione sind allerdings vertrocknet, so dass es ab diesem Jahr eher eine WiBi-Nisthilfe sein wird:
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Und von Kami Schupp
Nun was macht man mit einer Steingabione, die ja eigentlich Heute, (wenn man sich die Seite Gärten des Grauens ansieht ;) ) eine gängige Gestalgungseinheit in modernen aber toten Schottergärten ist.
Nun, da ich bis vor Kurzem noch Sempervivum gesammelt habe und knapp 1600 Sorten im Garten hatte, bot sich die Gestaltung mit Sedum und Sempervivum an. Nur Substrat, die Gabione, Steine und die Pflanzen haben genügt, um das hässliche Ding zu begrünen. Im Sommer blüht der Würfel kunterbunt von weiss über gelb bis pink.
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Mehr hab ich zu dem Thema nicht beizutragen. Null Ahnung von diesen Gabionen.... ;-)

Aber es scheint ja schon was zu gehen....

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