Tannen im Garten

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Yorela
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Tannen im Garten

Beitrag von Yorela » Mo 2. Apr 2018, 20:02

Annika hat geschrieben:Ich will hier mal eine Frage anhängen, die mir im Kopf rumgeistert.

Beispiel Tannen....

Wenn man davon welche im Garten hat, wird im Netzwerk oft dazu geraten, sie zu entfernen und was sinnvolles zu pflanzen. Oft geht dann die Diskussion los, was man nicht doch alles in und an der Tanne wohnend beobachten kann.

:ugeek: Könnte man die Empfehlung zum Fällen nicht auch so auslegen, dass wir in unseren Gärten bewusst Platz für das schaffen, was in der Natur selten geworden ist und Tannen nicht per se völlig wertlos sind, aber eben reichlich vorhanden?

Wie seht ihr das?
Ich habe drei Tannen, die sehr dicht aneinander gepflanzt sind und die bleiben auch. Sie sind über 40 Jahre alt, fast ebenso alter Efeu rankt an ihnen hoch, jedes Jahr sind mehrere Vogelnester in ihnen gebaut und am Fuß der Bäume hat sich eine Art kleines Waldmodul gebildet. Dort nisten Erdhummeln und viele Insekten tummeln sich in der eher sauren Erde, die ganzjährig mit einer dünnen Schicht Nadeln bedeckt ist.
Wenn ich diese Bäume entferne, vernichte ich ein für mich sehr schönes Areal, dass seit Jahren im Gleichgewicht ist und das ich so nicht woanders reproduzieren könnte. Ich sehe es einfach als eine weitere "Sonderzone" und ganz im Sinne von Hortus aequilibrium (Gleichgewicht) bilden die drei Nadelbäume den Gegenpol zu Laubbäumen und -gehölzen, die klar in der Überzahl sind und auch bleiben.
Liebe Grüße aus dem Hortus aequilibrium

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Re: Falsche Maßstäbe und Prioritäten

Beitrag von Markus » Di 3. Apr 2018, 18:37

ich tue mich immer schwer mit nadelgehölzen.. es gibt riesige monokulturen in den wäldern davon.. viele ältere gärten werden dominiert von entgleisten nadelbäumen.. ich gebe es zu .. die erste aktion im neu gekauften hortus felix war fällen von 15 grossen alten bodenversauernden nektarlosen schattenwerfenden blautannen.. das ganze holz die ganzen zweige blieben aber auf dem grundstück.. in form von benjeshecken und totholz.. für mich war es die richtige entscheidung

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Re: Falsche Maßstäbe und Prioritäten

Beitrag von Gartenphilosophin » Di 3. Apr 2018, 18:45

Hier wird die Gegend ja von Fichten bestimmt. Alle in den Wäldern nach dem 2. WK angepflanzt, nachdem die Laubbäume als Reparation abgeholzt wurden. Mittlerweile sind die überall auch als "entgleiste Nadelbäume" auf den Grundstücken. Die sehen übel aus, auch wenn ein Waldgrundstück auch seinen Reiz haben kann. Hier sind die Kieferwälder tote Monokulturen, im Norden D haben sie wenig Wert. Der Mischaufwuchs schon eher.
Eine Tanne steht auf meinem Grundstück, die ist noch klein, kommt bare ganz früh weg, sobald sie auch nur einmal stört.
LG
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Tannen im Garten

Beitrag von maleficum » Di 3. Apr 2018, 18:56

Ich hab drei Nordmann Tannen Zwerge im Garten, nicht mal Knie hoch, wollte sie als Weihnachtsbaum nutzen, aber da in Zukunft Familienfeste wegfallen - werden sie Bedarfsgefällt
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Re: Falsche Maßstäbe und Prioritäten

Beitrag von Brunnladesch » Di 3. Apr 2018, 19:10

Beantrage hiermit Koniferen-Grundsatzdiskussion-Thema in separatem Bereich
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Re: Falsche Maßstäbe und Prioritäten

Beitrag von maleficum » Di 3. Apr 2018, 19:18

Brunnladesch hat geschrieben:Beantrage hiermit Koniferen-Grundsatzdiskussion-Thema in separatem Bereich
Mach doch *frosch*
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Koniferen - Pro und Contra

Beitrag von Brunnladesch » Di 3. Apr 2018, 19:52

Bitteschön.

Hier dürfen alle Pros und Contras diskutiert werden.

Ich finde sie einzeln in Ordnung, wenn sie schon da sind, weil sie eben auch im Winter grün sind und Schutz und Nistplatz etc bieten können, würde sie aber Kur extra pflanzen, weil sie eh überall stehen. Gerade Thuja vor allem.

Vielfalt ist für mich einfach vorzuziehen.

Was ich mir tatsächlich mal überlegt hatte, war eine Eibe. So für die Vögel und so, aber die lassen am Liguster schon so viel hängen. *achselzuck*

Für mich taugen Koniferen in der Vielzahl eher als Brenn- und/oder Totholz
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Re: Koniferen - Pro und Contra

Beitrag von ClaudiaTE » Mi 4. Apr 2018, 08:15

Moin!

Eine einzelne Thuja vor der Hauswand bleibt bei uns stehen, weil da jedes Jahr der Girlitz drin nistet.

Unsere Eibe werden wir wohl vernichten. Die macht es duster und da wohnt überhaupt nix drin. Wächst mehr buschig in die Breite und nimmt von daher anderen Pflanzen viel Platz weg. Außerdem ist sie wohl männlich, denn sie trägt nie Früchte.

Da wir Tiere auf dem Hof haben, muss die Eibe aber eher wegoperiert als gefällt werden, damit kein Hund mit Eibe "Stöckchen" spielt (Gift) und keine Zweige zu den Eseln gelangen (Gift). Andere Arbeiten haben bei uns erstmal Vorrang, deshalb wird die Eibe evtl. noch ein Jahr stehen.

Viele Grüße
Claudia

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Re: Koniferen - Pro und Contra

Beitrag von maleficum » Mi 4. Apr 2018, 08:42

Eibe kann man schön in Form schneiden
*Duckundweg
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Re: Koniferen - Pro und Contra

Beitrag von Gartenphilosophin » Mi 4. Apr 2018, 12:02

Wer Pflanzenfresser und Stöckcheninteressenten auf seinem Hof hat, sollte sich wirklich von Eiben trennen. Da ist jede NAdel u.U. tödlich.

Unsere Nachbarn haben zu ihrem Einzug Thujen gepflanzt. Das sind heute kapitale Bäume, die wohl irgendwann weichen sollen. Schön gewachsen sind sie, pflanzen würde ich sie jedoch nie.
Ich mag sie nicht.
LG
Die Gartenphilosophin



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