Markus sagt zu Exoten...

...Exoten
Nicht heimisch, aber trotzdem sinnvoll im Garten? Sag uns warum!
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Annika
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Markus sagt zu Exoten...

Beitrag von Annika » Mi 13. Sep 2017, 15:04

... folgendes:
rein ... auch exoten machen sinn sofern sie von alleine wachsen und den insekten nahrung bringen..... die bartblume ist eine der ausnahmen die auch mal gerne gemacht werden können...
Das musste ich jetzt einfach mal zitieren. Da ja die Frage sehr oft kommt, wenn man das ein oder andere entdeckt, was dann aber leider nicht heimisch ist.
Also, sogar der Erfinder des 3-Zonen-Garten bzw Hortus-Netzwerk kann mit Exoten im Garten leben und erkennt einem nicht gleich den Hortus-Status ab... ;)

Das Zitat von Markus ist aus der FB-Gruppe aus eine Diskussion über Bartblumen.

Eine weitere Aussage aus einem anderen Beitrag (glaube das steht sogar genau so im Buch... :? ) ergänzt das ganze und macht nochmal klar, was für ihn No-Go-Exoten sind:
Alle sonstigen Exoten, die hohe Zuwendung und regelmäßige Pflegemaßnahmen brauchen Diese sind leicht erkennbar an den Produkten, die für diese Pflanzen verkauft werden und in den Regalen der Baumärkte ohne Schwierigkeiten zu entdecken sind: Spezialerden, Düngerzugaben, Pflanzenstärkungen usw., z.B. für etwa alle Edelrosen, Hortensien, großblütige Clematis und Rhododendren.
Damit lässt sich doch gut Leben und Arbeiten...., auch wenn man das mit dem Hortus ganz genau nehmen will.

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Re: Markus sagt zu Exoten...

Beitrag von Simbienchen » Mo 12. Feb 2018, 12:23

Also müsste doch der Schmetterlingsflieder auch seinen Sinn im Hortus erfüllen...;-)
Liebe Grüße aus dem Hortus roboris animi et pax *wink*

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Re: Markus sagt zu Exoten...

Beitrag von Ferdinand » Mo 12. Feb 2018, 12:48

Prinzipiell sind Pflanzen immer schon gewandert, ansonsten wäre Lebensraumbesiedlung unmöglich, siehe nach der Eiszeit.

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Re: Markus sagt zu Exoten...

Beitrag von Annika » Di 13. Feb 2018, 06:56

Simbienchen hat geschrieben:Also müsste doch der Schmetterlingsflieder auch seinen Sinn im Hortus erfüllen...;-)
Hab dir da nochmal was rausgesucht:

http://www.neophyt.ch/html/flieder/flieder.htm
Ursprünglich stammt er aus China und dem Tibet. Er wird als Zierpflanze immer noch häufig verkauft und angepflanzt. Da die Blüten des Sommerflieders reichlich Nektar produzieren wird er von Schmetterlingen, verschiedenen Bienenarten und anderen Insekten gerne besucht. Seine Verbreitung findet hauptsächlich durch den Wind statt, der die leichten Samen weit mit sich trägt.
Also, Nektar ja, aber
Durch den intensiven Geruch der Blüten werden zahlreiche Schmetterlinge angelockt. Dies sind in der Regel nur häufige Arten. Da der Sommerflieder in Flussauen oft grosse, dichte Bestände bildet, kann er dort die wertvolle auenspezifische Pflanzenwelt verdrängen. Dadurch fehlen die Futterpflanzen der Raupen von seltenen Schmetterlingen und der Sommerflieder wirkt sich so negativ auf die Schmetterlingspopulationen aus.
Und "Hortus" bedeutet ja auch die Vielfalt zu erhalten und nicht "nur" die Arten zu nähren, die ohnehin noch gute Chancen haben. ;)

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Re: Markus sagt zu Exoten...

Beitrag von Simbienchen » Di 13. Feb 2018, 07:04

Ok, das war jetzt sehr hilfreich !! Vielen Dank, dann werde ich jetzt immer die verblühten Blüten abschneiden, damit nichts wegfliegen kann....!

Ich werde die Menge bis auf einen Strauch reduzieren und dann weiter beobachten!
Liebe Grüße aus dem Hortus roboris animi et pax *wink*

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Re: Markus sagt zu Exoten...

Beitrag von Laurin » Do 15. Feb 2018, 14:10

Das Abschneiden ist zwar mühsam, aber sinnvoll, da man dadurch auch die Selbstaussaat im eigenen Garten verhindert.

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Re: Markus sagt zu Exoten...

Beitrag von kathrin » Sa 17. Feb 2018, 14:29

Es ist nicht einfach , alles auf echt heimisch umzustellen, da man das Wissen gar nicht hat. Für mich ist es eine Herausforderung, die ich gerne annehme, aber ich konzentriere nicht meine ganze Kraft darauf. Wird im Laufe der Jahre sicher immer heimischer bei uns.
Nichts ist so sicher, wie die Veränderung.

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Re: Markus sagt zu Exoten...

Beitrag von Annika » So 18. Feb 2018, 07:16

Das stimmt Kathrin. Mir fällt da auch immer gerne die Sonnenblume. Die ist für mich schon immer ein Sinnbild von Garten. Das sie eigentlich gar nicht heimisch ist, hab ich erst gemerkt, als ich angefangen habe, mich mit dem Thema auseinanderzusetzen.

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Re: Markus sagt zu Exoten...

Beitrag von Laurin » So 18. Feb 2018, 07:21

Es ist nicht so einfach. Viele als heimisch angesehene Pflanzen sind es gar nicht. In den "heimischen" Obstsorten sind viele Gene aus fernen Ländern eingekreuzt oder sie stammen gleich von dort ab, wie Kulturbirnen, Äpfel, Aprikosen Pfirsich usw. Auch mit vielen Kräutern und Gartenblumen ist es so, viele stammen aus dem Süden.

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Re: Markus sagt zu Exoten...

Beitrag von Brunnladesch » So 18. Feb 2018, 09:35

Ich sag nur Kartoffel, Tomate und Chili.

Kulturpflanzen haben wir einfach einige von außerhalb und man muss wohl einfach auch ein wenig reflektieren, was man tut und warum und wie man damit umgeht.
Natascha K.

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