Ein Sandhaufen im Garten

Umbauen, umgestalten, Recycling oder Upcycling... Hier gehören alle Fragen und Ideen hin, wie man Bestehendes im Garten zukünftig nutzen kann.

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Annika
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Ein Sandhaufen im Garten

Beitrag von Annika » Mo 19. Jun 2017, 12:22

In unserem Garten ist mittendrin ein Sandhaufen. Bausand, ist über geblieben.
Über die Jahre zugewuchert, überwiegend mit Gräsern. Ich hab da jetzt mal ne Weile beobachtet, was da wächst. Und ob das wenige, was blüht besucht wird.
Naja, geht so... Das Kompasskraut wird von unterschiedlichen Insekten angeflogen, aber eher so Schwebfliegen und mir völlig unbekannte. Bienen und Hummeln sehe ich daran nie.
Die Ackerwinde... ähnliches Bild. Nun warte ich das die paar Disteln anfangen zu blühen. (Mein Vermieter wird im besten Fall den Kopf schütteln oder gleich ausflippen... :mrgreen: .)

Gestern habe ich aber angefangen, die Gräser zu entfernen. Vermieter meinte neulich, wenn ich mal Zeit habe, soll ich das ganze Unkraut da mal rausreißen... Tja, meine Zeit ist begrenzt. Hab halt erstmal nur das Gras geschafft. 8-)

Dabei habe ich aber noch eine kleine Johanniskrautpflanze entdeckt und zwei unbekannte (stelle ich mal unter Pflanzen rein).

Grundsätzlich aber mal die Frage: Würdet ihr an dem bestehenden Sandhaufen rumbasteln oder den Sand besser an anderer Stelle für etwas benutzen? Ich bin am überlegen, ob ich den Haufen abtrage und die freie Fläche als Wildblumenwiese anlege. Darunter dürfte der Boden doch recht nährstoffarm sein, oder? Der Haufen liegt da seit Jahren....
Wäre auch die Stelle im Garten, die so ziemlich den ganzen Tag in der prallen Sonne liegt.
Hmmm.... :?
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Re: Ein Sandhaufen im Garten

Beitrag von Brunnladesch » Mo 19. Jun 2017, 12:29

Hast du mal den Sandförmchentest gemacht?
Wieviel Sonne ist da?
Ich würde ihn glaub ich da lassen und nach und nach zur Hotspotzone erweitern
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Re: Ein Sandhaufen im Garten

Beitrag von Annika » Mo 19. Jun 2017, 12:34

Sandförmchentest? :? Was bedeutet das? Wie sollte das Ergebnis sein?

Luisa hat da gespielt, bevor sie ihre Sandkiste hatte. Also man kann mit dem Sand "Kuchen backen" . Fand das als Spielsand nur total ungeeignet, weil der Sand eher eine harte Schicht bildet, wenn er nach dem Regen wieder trocknet. Und irgendwie möchte ich gar nicht erst wissen, wieviele Katzen da schon mal hin gepieselt haben. *iiih* (Aber halt mal ne 1,5jährige von einem Sandhaufen fern....)

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Re: Ein Sandhaufen im Garten

Beitrag von maleficum » Mo 19. Jun 2017, 12:39

Winden werden teils von Nachtschmetterlingen besucht
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Re: Ein Sandhaufen im Garten

Beitrag von Brunnladesch » Mo 19. Jun 2017, 13:47

Wenn der Sand dich trocken zum Sandkuchen machen lässt, ist er als Wildbienen-Nisthügel geeignet. :)
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Re: Ein Sandhaufen im Garten

Beitrag von CHX » Mo 19. Jun 2017, 19:36

Falls der Sand geeignet sein sollte, könnte man doch eine "vermieterfreundliche" Sandstelle aus dem vorhandenen Material herstellen.

Als Hochbeet mit umliegender "vermieteraugenfreundlicher" Trocken- oder Totholzmauer - zuunterst eine Drainageschicht aus Bauschutt oder grobem Kies, dann 50–100 cm hoch schichtweise mit Sand auffüllen und schichtweise verdichten. Und da solche Sandstellen als Nistgelegenheit für Wildbienen ohnehin von Bewuchs freigehalten werden sollen, gibt's auch kein "Meckern" mehr wegen Disteln o.Ä..

Ackerwinden sind übrigens problematisch, da sie sich über dichte und weitverzweigte Wurzelausläufer stetig und in alle Richtungen vermehren und irgendwann nur noch sehr schlecht zu beseitigen sind. Das ist so eine Pflanze, die auch bei Naturgärtnern nicht gerne gesehen wird :mrgreen:
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Re: Ein Sandhaufen im Garten

Beitrag von 7auberwuerfel » Di 20. Jun 2017, 00:10

Disteln machen bei mir keine Probleme, weil dann die Distelfinken vorbeikommen und die Samen fressen. Die gleiche Meinung hat Markus Gastl. Sechs Jahre später in seinem Hortus habe ich keine ausufernden Distelbestände feststellen können.
Genau wie bei mir im Garten.

Die Ackerwinde lasse ich gerne in Ruhe auf dem Schotterweg und im Gras und am Zaun. Manchmal sitzen Tagfalter drauf. Zwischen den Erdbeeren finde ich die Winde aber blöd, weil ich da mit den Füßen drin hängen bleibe, wenn ich auf Naschtour gehe. Ich zupfe halt alle weg, die mich stören und meistens ist damit das Problem schon eingegrenzt. Und die Hühner kratzen gerne durch das Erdbeerbeet.
Sonnige Grüße aus Friedland
Corinna
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Re: Ein Sandhaufen im Garten

Beitrag von Annika » Di 20. Jun 2017, 07:50

7auberwuerfel hat geschrieben:Disteln machen bei mir keine Probleme, weil dann die Distelfinken vorbeikommen und die Samen fressen.
Die waren Anfang Mai schon einmal im Garten zu sehen. Deshalb bleiben die Disteln da ja auch an Ort und Stelle. Die sollen nochmal wieder kommen. *ja*

Über den Sandhaufen an sich werde ich nochmal in Ruhe nachdenken müssen. Kann mich gerade noch nicht entscheiden, wie ich das jetzt genau mache.

Ihr dürft aber gerne noch mehr Ideen in den Raum schmeißen, der Beitrag ist ja nicht nur für mich. Soll ja möglichst auch andere inspirieren.... ;)

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Re: Ein Sandhaufen im Garten

Beitrag von CHX » Di 20. Jun 2017, 23:19

Annika hat geschrieben:
7auberwuerfel hat geschrieben:Disteln machen bei mir keine Probleme, weil dann die Distelfinken vorbeikommen und die Samen fressen.
Die waren Anfang Mai schon einmal im Garten zu sehen. Deshalb bleiben die Disteln da ja auch an Ort und Stelle. Die sollen nochmal wieder kommen. *ja*
Vielleicht mal die Stengellose Kratzdistel (Cirsium acaule) probieren - die mag es sonnig, mager und ohne hohen Bewuchs in der Nähe (also ideal für eine Sandstelle mit mäßigem Bewuchs). Und sie wird nur 5-10 cm hoch (selten bis 20 cm), ergo gerne mal (von Vermietern) "übersehen" ;)
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Re: Ein Sandhaufen im Garten

Beitrag von CHX » So 25. Jun 2017, 16:56

Hier ein Bild eines Wildbienennistplatzes mit einer besonnten Sandstelle (verdichteter Sand mit entsprechender Tiefe und Drainageschicht) und weißfaulem Obst- und Pappelholz für die Selbstnager:
IMG_1388.jpg
IMG_1388.jpg (258.95 KiB) 360 mal betrachtet
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