Umnutzungsideen für alten Pferdepaddock

Du stehst in den Startlöchern, aber brauchst Rat, wie und wo du am besten anfangen sollst? Stell hier deine Ausgangssituation vor und / oder stell deine Fragen.

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Eifelzwerg
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Umnutzungsideen für alten Pferdepaddock

Beitrag von Eifelzwerg » Do 8. Mär 2018, 20:04

Wir haben derzeit ein Sorgenkind: das ehemalige pferdepaddock. Vielleicht habt ihr ja spontane Einfälle, ich beschreibe Mal die Situation:

Es geht um eine Fläche von 200qm, derzeitiger Untergrund ist überwiegend Sand. Kein reiner Sand mehr, ist alles schon etwas älter und mit der Zeit sammelt sich da noch anderes durch das Heu und die Äpprl der Pferde usw...

Der Bereich ist von einer kleinen Mauer eingefasst und größtenteils sonnig, hier Mal ein Bild:

Bild


Problem: die Fläche lag jetzt ein Jahr lang brach und so langsam wächst sie mit Gras etc zu. Das möchten wir auf keinen Fall. Wenn wir nichts unternehmen haben wir Ende des Jahres dort vermutlich fast eine geschlossene Grasdecke - das gilt es zu verhindern. Wiese haben wir genug und mit der Mauer kann man auch einfach nicht vernünftig mähen.

Meine Eltern wollten die Fläche erst mit Hackschnitzel Mulchen/abdecken, das ist günstig und pflegeleicht bzw schnell gemacht.

Ich habe dann eingeworfen, dass sich die Fläche eigentlich ideal als Hotspot eignet und es zu schade wäre, wieder eine nährschicht entstehen zu lassen. Also sind Hackschnitzel genau das falsche.

Das gute ist: meine Eltern haben das sofort eingesehen und sind für einen Magerbereich offen, ich dürfte also machen "was ich will" dort.

Das schlechte ist: die Fläche ist schlicht weg viel zu groß, als dass ich es arbeitstechnisch und finanziell stemmen könnte, da jetzt überall eine Drainage schicht und bspw. Kalksandsteinschutt auftragen zu können. Da bräuchte ich locker 30t Material - da wäre ich 400€ los und den ganzen Sommer nur am schippen :| also das kommt nicht in Frage. Geld ist die eine Sache, aber die Arbejt kann ich einfach nicht stemmen.

Jetzt ist guter Rat teuer - aber das ist nicht alles:

Geplant sind außerdem das anlegen der Ertragszone, vor allem die Wege dort, das sind ebenfalls 200qm,

Dann will ein Sandarium ausgehoben und mit Sand befüllt werden,

Ich werde einen Sense-Kurs belegen und mit dem mähen der großen Wiese experimentieren,

Und um das Grundstück soll noch eine Benjeshecke entstehen, aber dafür fehlt mir auch einfach noch Material.

An Pflanzen werden abgesehen von Gemüsegarten noch eine Salweide, ein Faulbaum (danke für den Zitronenfalter Thread an dieser stelle :mrgreen: ), und Aronia Beerensträucher einziehen. Bereits eingezogen sind im Herbst 60m einheimische Hecke (Buchen, Kornelkirsche, Holunder, Weißdorn, Berberitze, Vogelbeere, roter Hartriegel, Hasel, Hundsrose usw.), Obstbäume, Wildbirne, Holzapfel, Walnuss und 1000 Blumenzwiebeln. Und ein erster Totholz haufen.


Mein größtes Problem ist jetzt am Anfang, dass ich viele Ideen, aber für das meiste einfach kein Material zur Verfügung habe. Wenn unsere 60m Vogelschutzhecke einmal älter ist, werde ich Äste etc in Massen haben und viele Meter Benjeshecke anlegen können. Aber gerade ist alles erst neu gepflanzt und alles noch kahl.

Ich bin bestimmt nicht die einzige mit dem Problem - gibt eine andere Lösung außer Geduld ? :lol: wir habt ihr das am Anfang überwunden/überbrückt?

Ich würde zum Beispiel gerne mehrere (Sal- oder Kopf-)Weiden Pflanzen an der einen Grundstücks Grenze. Das geht aber erst, wenn dort die Benjeshecke steht und das kann ja noch Jahre dauern... :?
Liebe Grüße von Laura *hortus*

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Re: Planungen für Neubeginner

Beitrag von maleficum » Fr 9. Mär 2018, 08:16

Also deine Kopfweiden kannst du doch jetzt schon setzen, die Benjes dann Drumherum. Wobei du zum schneiden der Köpfe noch hinkommen solltes.

Für mageres Sandsubstrat, frag mal Hausmeister in der Umgebung, wenn für die Sandspielplätze der Sand getauscht wird, wird der alte Sand ja weggefahren, warum diesen zum Wertstoffhof bringen, sondern zu dir. Fragen kostet nix, auch seh ich jetzt im Frühling, die Straßenpfleger Unmengen an Ästen und Bäumen ausschneiden, da kann man sich bestimmt auch was mitnehmen

Die Gelegenheiten erkennen, wenn man sie sieht
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Re: Planungen für Neubeginner

Beitrag von Simbienchen » Fr 9. Mär 2018, 11:44

Wir hatten früher auch Pferde und meine Mutter hat den sandigen Abreiteplatz später auch einfach bepflanzt, als wir keine Pferde mehr hatten. Da wuchsen so viele schöne Pflanzen, angefangen von Klatschmohn, Königskerze bis hin zu Obststräuchern. Das war ein absolutes Paradies und war scheinbar auch mager genug, dass Vielfalt entstehen konnte...
Liebe Grüße aus dem Hortus roboris animi et pax *wink*

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Re: Umnutzungsideen für alten Pferdepaddock

Beitrag von Eifelzwerg » Fr 9. Mär 2018, 16:23

Oh danke, sogar als eigenes Thema.

Der Boden ist kein lockerer Sand, sondern so Hartplastik-matschschutz-Gitter mit Sand dazwischen. Bepflanzen geht also nicht, höchstens säen aber da haben die Pflanzen gegen das Gras hier keine Chance, bzw es würde trotzdem Gras durchkommrn, leider nicht praktikabel.

Hmm Sand von Spielplätzen habe ich noch nicht dran gedacht!

Ich überlegean der Mauer entlang niedrige Hochbeete zu machen, dann wird die Fläche auch kleiner
Liebe Grüße von Laura *hortus*

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Re: Umnutzungsideen für alten Pferdepaddock

Beitrag von maleficum » Fr 9. Mär 2018, 16:40

in diese Gitter kann man Orangen und Zitronenthymian setzen
da schwurbeln bald Bienen
noch + nöcher
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Re: Umnutzungsideen für alten Pferdepaddock

Beitrag von Gartenphilosophin » Fr 16. Mär 2018, 09:45

Ich denke auch, als Hochbeetgarten kann das super gehen, Thymian, Kamillen, so Fugenpflanzen, die können da auch siedeln. Viellciht noch ein bisschen weiteren Sand aufschütten
LG
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Re: Umnutzungsideen für alten Pferdepaddock

Beitrag von Annika » So 18. Mär 2018, 11:38

Kenn mich mit sowas nicht aus. Aber was ist denn das fürn Wabenzeugs? Kann man das nicht auch entfernen? Dann wäre es doch eine magere Sandfläche und nicht nur kleine Fugen, oder?

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Re: Umnutzungsideen für alten Pferdepaddock

Beitrag von Brunnladesch » So 18. Mär 2018, 11:50

Bei Syringa gibt’s Schotterrasenmischung, die sogar auf Parkplätzen wachsen soll.
Diese würde ich nehmen und mit einer mehrjährigen Wildblumenmischung und Sand vermischen und ausbringen und walzen oder einharken und dann warten
Natascha K.

Sei selbst der Wandel und nicht das Rädchen.

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Re: Umnutzungsideen für alten Pferdepaddock

Beitrag von Eifelzwerg » Mo 19. Mär 2018, 14:28

Danke für eure Gedanken!

Der Familienrat hat getagt und wir werden es mit einer Blumenwiese versuchen und den Verlauf natürlich hier dokumentieren. Kamille hat sich vereinzelt sogar schon selbst ausgesäht und wächst da gut. Es wird sich zwar auch viel Gras ansiedeln, aber ich hoffe auch viele Kräuter und Blumen.
Ich gehe dann jetzt mal Samenmischungen sichten :mrgreen:
Liebe Grüße von Laura *hortus*

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Re: Umnutzungsideen für alten Pferdepaddock

Beitrag von Eifelzwerg » Di 20. Mär 2018, 19:10

Gute Neuigkeiten: habe zwei gebrauchte Teichbecken erstanden, das ist jetzt nicht die gute Neuigkeit für das Paddock (die Teiche werden anderswo Iren Platz erhalten), sondern im Gespräch mit dem Vorbesitzer ergab sich: den Sand aus den ehemaligen Teichgruben dürfen wir uns abholen. Das sind einige Qubikmeter! *hurra* jetzt müssen wir nur auf gutes Wetter warten...

Zudem habe ich eben Samen bestellt, jetzt kann ich es kaum abwarten :mrgreen: wie Natascha vorgeschlagen habe ich mich für einem selbstgemixten Potpourri aus der Schottermischung, einer Universalblumenwiesenmischung und dann noch weitere Einzelsaargüter von in meinen Augen besonders geeigneten Kräutern und Blumen entschieden.

Am Rand werden dennoch ein paar Hochbeete einziehen, so wie Material da ist *ja*

Danke nochmal für eure Anregungen. Manchmal hilft ein bisschen Input von außen doch sehr um klarer zu sehen ;)
Liebe Grüße von Laura *hortus*

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