Alte Gemüsesorten neu entdecken !

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Moderator: Kruemelglueck

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Re: Alte Gemüsesorten neu entdecken !

Beitrag von Gartenphilosophin » Sa 25. Aug 2018, 09:58

Die wird dieses Jahr nichts.

Ich hatte Monstranzbohnen gesät und gesetzt, die blühen jetzt gerade mühevoll und sind kaum gewachsen.
Schade, das hatte ich mir nett vorgestellt, einen Rosenboden damit zu beranken.
LG
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Re: Alte Gemüsesorten neu entdecken !

Beitrag von Simbienchen » Sa 25. Aug 2018, 10:29

Ja genau *ja* ...ausprobieren will ich die auf jeden Fall !! Ich werde dann berichten :-)
Liebe Grüße aus dem Hortus roboris animi et pax *wink*

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Re: Alte Gemüsesorten neu entdecken !

Beitrag von Meikl » Sa 25. Aug 2018, 12:08

Ich hatte Quedlinburger Speck Stangenbohnen angebaut die trugen gut. Die Feuerbohnen etwas weniger.
Liebe Grüße Meikl
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Re: Alte Gemüsesorten neu entdecken !

Beitrag von GmiasObstTierla » So 2. Sep 2018, 22:48

Ab 30°C werfen Feuerbohnen gerne die Blüten ab, Feuerbohnen sind dafür besser in kälteren Jahren als normale Gartenbohnen. Also am besten beide zusammen pflanzen und je nach Wetter gibt es von den einen oder anderen mehr Ertrag.

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Re: Alte Gemüsesorten neu entdecken !

Beitrag von Simbienchen » Mo 3. Sep 2018, 07:32

Ich hatte auch verschiedene Stangenbohnen zusammen gepflanzt und die Buschbohnen an anderer Stelle zusammen, wegen der Verkreuzung hatte ich Stangen- und Buschbohnen auseinander haben wollen. Aber jetzt habe ich gelesen, dass man die einzelnen Sorten doch recht weit voneinander pflanzen muss, damit sie sich nicht doch noch per Wind verkreuzen. Zumindest wenn man sortenecht Samen erhalten will. Oder immer nur eine Sorte im Garten anbauen.

Doof das mit der Verkreuzung, auch bei den Kürbissen und Tomaten. Ich möchte Vielfalt im Gemüsegarten und viele verschiedene Sorten ausprobieren.

Aber jetzt nach dem Regen geben meine Bohnen nochmal Gas! Gestern konnte ich neue Blüten und einige Fruchtansätze entdecken. Toll! Mal sehen, vielleicht gibt's im Herbst doch noch etwas Bohnenernte ;-)

In einem Beet hatte ich viel Kompost untergemischt. Da waren noch Samen von Tomaten und Zierkürbissen drin, die sind alle angegangen. Die Zierkürbisse sind riesig geworden und die Tomaten sind auch groß und haben sogar Früchte. Ich wollte mal sehen, was daraus wird, wenn man es einfach wachsen lässt, wenn es schon von allein kommt. Die Tomaten haben jetzt die Form von Datteltomaten.

Wildern Tomaten selbst aus ? Lohnt es sich, von denen dann Samen zu gewinnen und sie weiter zu vermehren ? Die Tomaten-Pflanze hat die Dürre und Regen ausgehalten, spricht eigentlich für Stärke und Resilienz , oder ?
Liebe Grüße aus dem Hortus roboris animi et pax *wink*

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Re: Alte Gemüsesorten neu entdecken !

Beitrag von maleficum » Mo 3. Sep 2018, 07:51

Kürbisse, träum. Hab ich versucht, dank der Schleimer blieb es beim Versuch. Aber Tomaten, dank der Samen von Dani La, sind super, allerdings stehen diese vor dem Haus, somit getrennt zum hinteren verschleimten Teil
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Re: Alte Gemüsesorten neu entdecken !

Beitrag von Gartenphilosophin » Mo 3. Sep 2018, 08:17

Tomatenkerne erhalten sich erstaunlich gut über den Winter. Sie keimen dann von alleine. Man kann sich manchmal nur wundern; die Tomate als Gartenwanderer...
LG
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Re: Alte Gemüsesorten neu entdecken !

Beitrag von Martin » So 9. Sep 2018, 08:29

Tomaten verkreuzen sich fast gar nicht. Ich habe seit vielen Jahren verschiedene Sorten direkt nebeneinander, von denen ich Samen ernte und hatte noch nie eine Verkreuzung.
Bei Gartenbohnen (also Stangen- und Buschbohnen) (auch ziemlich strenge Selbstbefruchter) wird vom Handbuch Samengärtnerei ein Sicherheitsabstand von 5 - 10 Meter empfohlen. Ich versuche die 5 m möglichst einzuhalten, schaffe es aber nicht immer so ganz, hatte aber auch noch keine Verkreuzung.
Feuerbohnen dagegen verkreuzen sich munter und kreuzen sich auch in Gartenbohnen ein, weshalb ein Sicherheitsabstand von 150 m empfohlen wird. Da ich meine Bohnensorten sortenrein erhalten will, sind mir Feuerbohnen zu riskant, so daß ich auf deren Anbau verzichte.
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Re: Alte Gemüsesorten neu entdecken !

Beitrag von Yorela » Mi 12. Sep 2018, 11:17

Ich hatte dieses Jahr die "Platterbse" und die hat gut getragen. Wir haben nur zwei Reihen á ca. 1,40m gesät, aber die inzwischen getrocknete Ernte wird locker für zwei Mahlzeiten (4 Personen) reichen. *hurra*
Liebe Grüße aus dem Hortus aequilibrium

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Re: Alte Gemüsesorten neu entdecken !

Beitrag von Tillivilla » Mo 17. Sep 2018, 21:36

Letzte Woche habe ich einen wirklich hörenswerten Vortrag zum Thema "Alte Gartenpflanzen neu entdeckt" besucht.
Leider habe ich viel zu wenig mitgeschrieben, weil ich erst am Ende behirnt habe, dass es keine schriftlichen Unterlagen dazu gab *ärger* , aber vielleicht ist ja trotzdem die eine oder andere Anregung dabei, falls jemand weiterrecherchieren möchte.

Erdkastanie
Unterirdische Knollen, die man am besten zu einem schmackhaften Mus verarbeitet (gute Beilage z.B. zu Wild)

Erdkirsche
Eine der wenigen einjährigen Pflanzen, die vorgestellt wurden - kann aber im Topf auch überwintert werden. Europäischer Vorläufer der amerikanischen Physalis.

Winterheckenzwiebel
Hier werden die Stängel in Ringe geschnitten, die das typische Zwiebelaroma bringen.

Luft-/Etagenzwiebel
Sehr schmackhafte kleine Zwiebelchen, die überirdisch als "Rädchen" angeordnet wachsen.

Schnittknoblauch
Wie Schnittlauch, nur mit Knoblaucharoma.

Einhornpflanze
Wie Paprika zu verwenden. Wenn man sie ausreifen und trocknen lässt, bildet sich im Inneren ein eigenwillig geformtes hartes Gebilde (Samenkapsel?), das gut zum Basteln verwendet werden kann (wird offenbar auch von Floristen gekauft).

Süßdolde
Die grünen Früchte können direkt gepflückt und genascht werden, schmecken nach Lakritze.
Wenn man sie reifen und braun und hart werden lässt, kann man sie als Gewürz wie Fenchel oder Anis verwenden.

Kermesbeere
Hilft gegen Schnecken. Man erntet die reifen Beeren, trocknet sie, mahlt sie zu Pulver und löst dieses in Wasser. Das gießt man dann dorthin, wo Schnecken gerne ihre Eier legen. Reicht einmal alle 4-5 Jahre, aber im Erntejahr sollte man ein Vogelschutznetz über die Pflanze geben, da die Beeren sehr, sehr gerne gefressen werden.

Weitere Pflanzen, die eher kurz gestreift wurden:

Reismelde (Quinoa)

Königskerze

Schafgarbe

und noch ein paar, die ich nicht notiert habe.

Habe mir Samen für Erdkirsche, Schnittknoblauch und Süßdolde gekauft! :-) Wobei der Schnittknoblauch eher ein Trostpflaster war - hätte nämlich eigentlich gerne Winterheckenzwiebel oder Luft-/Etagenzwiebel gehabt, aber davon gab's noch keine Samen. :cry:
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